Gottesdienst basics

Fragen und Antworten rund um den Gottesdienst


 

Gibt es während Corona überhaupt Gottesdienste?

Ja! Allerdings gelten wie überall besondere Regeln:
Man muss Abstand halten, bekommt feste Plätze zugewiesen und muss den gesamten Gottesdienst über eine FFP2-Maske tragen. Falls Sie keine dabei haben, können wir Ihnen eine abgepackte überlassen. Wir dürfen zur Zeit auch nicht singen. Insgesamt ist der Gottesdienst zur Zeit etwas, anders als wir es gewohnt sind. Das aktuelle Hygienekonzept finden Sie HIER.

 

Wer darf in den Gottesdienst gehen?

Wer möchte, darf kommen. Man muss nicht Mitglied der Kirche sein. Auch wer nicht getauft ist, darf kommen und mitfeiern.

 

Was bringe ich mit?

Im Grunde nichts - einfach kommen. Gesangbücher liegen am Eingang aus (außer in der Corona-Zeit).

 

Was kostet das? Brauche ich Geld?

Der Gottesdienst ist kostenlos. Zweimal gibt es allerdings Möglichkeiten zur Spende: Nach der Predigt wird der Klingelbeutel durch die Reihen gegeben. Hier wird für die Kirchengemeinde vor Ort gesammelt und am Ausgang für einen bestimmten Zweck, der zuvor (in den sogenannten Abkündigungen) genannt wird. Allerdings ist alles kein Muss – einfach den Klingelbeutel weitergeben ist auch voll in Ordnung.

 

Wo parke ich?

Das ist in Giesing schwierig. Wir haben keine Parkplätze rund um die Kirche. Am besten ist es wirklich, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen (z.B. U2 oder Tram 15/25 Silberhornstraße). Einen genaueren Lageplan finden Sie HIER

 

Wohin setzte ich mich?

Normalerweise haben Sie die freie Auswahl. Während Corona gibt es allerdings keine ganz freie Platzwahl. Auch bei besonderen Festgottesdiensten (z.B. Konfirmation oder Einführungen) sind viele Plätze reserviert.

 

Was ziehe ich an?

Was Sie wollen. Was Sie für angemessen halten und womit Sie sich wohlfühlen. Inzwischen ist unsere Kirche auch in den kälteren Monaten recht gut geheizt.

 

Was muss ich im Gottesdienst machen?

Vor allem zuhören. Im Grunde können Sie ohne Vorkenntnisse teilnehmen. Es kann sein, dass Sie sich zu Beginn unsicher fühlen, weil Sie sich nicht auskennen. Das merken aber eigentlich nur Sie selbst. Nicht alle Gottesdienste funktionieren gleich, dennoch gibt es viele Gemeinsamkeiten:
Für Gebete und bei der Lesung aus der Bibel stehen die Leute auf. Ansonsten sitzen wir. Manche Texte sprechen alle zusammen z.B. das sogenannte Vaterunser oder das Glaubensbekenntnis.
Wenn Lieder gesungen werden, stehen diese auf einem kopierten Liedblatt oder im Gesangbuch. Die Zahlen an den Liedtafeln zeigen die Nummern (nicht die Seiten) und Strophen der Lieder an.

 

Wie lange dauert ein Gottesdienst?

Normalerweise ungefähr eine Stunde. Wenn es ein langer Festgottesdienst mit Abendmahl ist, dann kann es schon etwas länger dauern.

 

Was ist eigentlich Abendmahl?

Diese kleine Frage erfordert eine lange lange Antwort. Sie dürfen gerne eine Pfarrerin oder einen Pfarrer darauf ansprechen. Machen Sie sich auf ein längeres Gespräch gefasst. Aber es ist auf jeden Fall eine gute Frage. In der Konfizeit (LINK) wird darüber viel gesprochen und auch die Feier des Abendmahls ausprobiert. Hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack auf Antworten: https://www.ekd.de/Abendmahl-11028.htm

 

Darf ich da auch zum Abendmahl nach vorne gehen?
Bekomme ich dann eine Hostie und Wein?

Grundsätzlich Ja. Sie dürfen natürlich deutlich zeigen, wenn Sie das nicht möchten. Das Abendmahl ist eine Einladung Gottes an uns. Wenn Sie sich eingeladen fühlen, werden wir Sie nicht abweisen. Die Pfarrerin und der Pfarrer sind so gesehen nur „Kellner“ und nicht Gastgeber.

 

Dürfen auch Geschiedene in den Gottesdienst und zum Abendmahl?

Selbstverständlich!

 

Und Ausgetretene?

Das ist eine bemerkenswerte Frage, denn wer aus der Kirche austritt, möchte ja damit die Trennung von der Kirche zeigen. Vielleicht gibt es aber doch gute Gründe für jemanden, in die Kirche zu kommen. Dann ist er oder sie auch herzlich eingeladen. Vor der Teilnahme am Abendmahl würden wir uns aber wünschen, dass Sie mit uns darüber sprechen.

 

Und Kinder?

Ja. Vielleicht kennen Sie noch die Tradition, dass Jugendliche erst nach der Konfirmation zum Abendmahl "dürfen". Dahinter steht die Ansicht, dass man erst im Unterricht erklärt bekommen muss, was Abendmahl bedeutet, damit man es ernst genug nimmt.
Natürlich ist das Abendmahl als Sakrament ein ernstzunehmendes Ritual. Aber ernst nehmen können auch Kinder. Kinder können sehr gut feierliche Momente erfahren. Vielleicht verstehen Kinder ja auch manchmal viel direkter und mehr als wir Erwachsenen.

Schon Jesus hat gesagt: "Lasst die Kinder zu mir und haltet sie nicht ab" (Markus 10,14). Damals dachte er noch nicht ans Abendmahl, wohl aber daran, dass Kinder dazu gehören. Für Glauben und Dazugehören ist niemand zu klein. Und Kinder spüren sehr genau, wenn sie ausgeschlossen werden. Die Kirche will die Kinder nicht ausschließen. 

 

Muss man Wein trinken?

Nein! Beim Abendmahl gibt es Brot und Wein. Das Brot reichen wir als Hostie. Übrigens haben wir auch immer für Allergiker ein paar glutenfreie Hosten vorrätig. Neben dem Wein steht auch immer ein Kelch mit Traubensaft bereit - nicht nur für Kinder, sondern alle, die lieber keinen Alkohol trinken möchten.

Und Sie können auch jederzeit ablehnen, überhaupt aus dem Kelch zu trinken. Geben Sie uns nur ein deutliches Zeichen oder sagen Sie uns bei der Austeilung.

 

Darf ich im Gottesdienst Fotos machen oder filmen?

Bitte nicht! Zum einen stört es, zum anderen ist die Kirche vor allem während des Gottesdienstes ein Ort außerhalb des Alltags und der besonderen Ruhe. Da möchten die Menschen gerne geschützt sein und nicht Sorge haben, auf Bildern im Internet aufzutauchen. Bei besonderen Anlässen (Konfirmation, Taufe, Hochzeit und so) sind Erinnerungsbilder wichtig. Darum wird dann vorher geklärt, wer fotografiert und wer nicht.

 

Was machen meine Kinder?

Sie könnt Ihre Kinder mit in den Gottesdienst nehmen. Es gibt keine extra Kinderecke oder Kinderbetreuung. Die Kinder sind Teil der Gottesdienstgemeinde. Natürlich ist es in Ordnung, wenn ihr etwas Kleines zum Spielen, eine Trinkflasche oder eine Kleinigkeit zum Knabbern mitnehmen. Manche Eltern laufen auch mit ihren Babys hinten in der Kirche auf und ab, wenn sie unruhig werden oder gehen zwischendurch raus, wenn sie schreien. Wichtig ist, dass Sie das tun, was für Sie und Ihre Kinder gut ist. Meistens stört die Unruhe durch Kinder vor allem die eigenen Eltern und weniger die anderen Leute in der Kirche.

 

Gibt es spezielle Gottesdienste für Kinder und Familien?

Ja! In unregelmäßigen Abständen feiern wir Familiengottesdienste und Kleinkindergottesdienste. Die finden Sie HIER.